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Freitag, 22. August 2008 | 21:00 Uhr



Lichter
DeutschPop


Die Musik von Lichter schwebt auf komplexen Strukturen. Ganz unmittelbarer Pop, wunderbare Melodien, die schon nach der ersten Begegnung versprechen, für immer zu bleiben. "Prefab Sprout" hört man gelegentlich, "Kunstpop" denkt man gelegentlich. Weil es eine große Kunst ist, so einnehmende Popmusik zu machen. Musik, die mitnimmt, angreift, verkantet, reflektiert und durchdreht. Ihr im März 08 erschienenes Debüt heimste großes Lob ein.
Eigentlich hatten wir uns die Band schon im März zu unserem DeutschPop-Festival gewünscht, aber da war sie verhindert. Um so mehr freut es uns, dass sie eigens anreisen, um die Klinke19 zu bereichern.

"Lichter sind heimtueckisch. Sie treiben Spielchen mit dem Hoerer. Der Bandname klingt erst mal nach Frohsinn. Doch weit gefehlt: Hier werden die verborgenen dunklen Winkel ausgeleuchtet. Nehmen wir nur einmal den ersten Song ihres Debüt-Albums: Die Musik ist kraftvoll und erhaben, grosser Indiepop, mit drängenden Gitarren und treibendem Schlagzeug, harmonisch kunstvoll aufgeschichtet, euphorisierend. Und dann singt Mathias Mauerberger mit seiner festen weichen Stimme von einem 'Leeren Raum', der das lyrische Ich schon seit der Kindheit verfolgt, ohne Türen und Fenster. Die totale Vereinzelung. Das Schlimme ist, dass dieser Raum sogar die Zweisamkeit beeinträchtigt: 'Immer öfter, wenn wir uns berühren, spür ich den leeren Raum zwischen unserer Haut'. Da schnürt es einem die Kehle zu. Textlich geht das meist so weiter: Resignation, an der man sich wärmen kann, so widersprüchlich das klingen mag. Der vorletzte Song bringt das Phlegma einer Generation dann auf den Punkt: 'Diese Welt ist nicht mehr für uns reserviert, alle Plätze belegt und nichts garantiert, (...) Nur wer hat uns befohlen, in diesen Zeiten so ruhig zu bleiben'? ...
Was Lichter beweisen, ist, dass die Kategorie Deutschpop trotz deutscher Texte hinfällig werden kann. Die Band spielt in einem Raum, der drei Stockwerke über nationalen Begrenzungen schwebt. Kein leerer Raum, sondern ein Raum voll von Inspiration und Empfindung."
Oliver Minck (Wolke)

"Lichter
Mein Herz rast, aber ich halte Schritt.
Kein Vorlauf, kein Anlauf: 'Da ist ein leerer Raum. Seitdem ich ein Kind war, sehe ich ihn im Traum und manchmal am Tag. Er hat keine Türen und auch keine Fenster...' Ein stoisches Piano schafft Raum für den Rest der Band, für Projektionen. 'Wenn ich still bin kann ich es wieder spüren. Ein leerer Raum, ich verschwinde fast darin.' Für ihr Debüt haben Lichter keine Singles gesammelt. Sie haben eine Entdeckungsreise, ein Album gemacht. Auf komplexen Strukturen schwebt ganz unmittelbarer Pop. Wunderbare Melodien, die schon nach der ersten Begegnung versprechen, für immer zu bleiben. Und mit jedem Tag, mit jeder Berührung goldener zu strahlen. 'Prefab Sprout' hört man gelegentlich, 'Kunstpop' denkt man gelegentlich. Weil es eine große Kunst ist, so einnehmende Popmusik zu machen. Musik, die mitnimmt, angreift, verkantet, reflektiert und durchdreht. Dabei trotzdem Pop bleibt, intuitiv und herzlich."
Christian Wessels

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>>Fotos vom 22. August

Support:
Chapy




Die gebürtige Österreicherin und Wahl-Stuttgarterin Chapy präsentiert ihre stets leicht melancholischen FolkPop Songs allein zur Gitarre.

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